Aktuelle Meldungen

Bleiben Sie informiert: In meinem News-Bereich erhalten Sie aktuelle Meldungen, wichtige Urteile und praxisrelevante Entwicklungen im Miet- und Immobilienrecht – verständlich aufbereitet und zeitnah für Sie zusammengestellt.

Glasfaserausbau darf nicht zur Kostenfalle für Mieterinnen und Mieter werden

Mieterbund fordert Abschaffung statt Ausweitung der Umlagemöglichkeiten

(05.11.2026) Der Deutsche Mieterbund (DMB) kritisiert die Pläne der Bundesregierung, das sogenannte Glasfaserbereitstellungsentgelt zu verlängern und die Umlage der Kosten auf Mieterinnen und Mieter zugleich zu erleichtern. Mit dem Gesetzentwurf zur Änderung des Telekommunikationsgesetzes (BT-Drucksache 21/8277) will die Bundesregierung die bislang bis Ende 2027 befristete Möglichkeit, die Kosten für den Glasfaseranschluss auf Mieterinnen und Mieter umzulegen, bis Ende 2030 verlängern. Gleichzeitig sollen bisherige Schutzregeln wegfallen. Dadurch könnten auf Mieterhaushalte zusätzliche Kosten von bis zu 540 Euro zukommen.

Ein Jahr Bau-Turbo: Ostdeutschlands Wohnungsbau braucht mehr als schnelle Genehmigungen

(05.11.2026) Ein Jahr nach Inkrafttreten des sogenannten Bau-Turbos zieht der Bauindustrieverband Ost (BIVO) eine gemischte Bilanz. Die neuen planungsrechtlichen Spielräume sind ein sinnvoller Schritt, gehen jedoch vielerorts an den eigentlichen Herausforderungen des ostdeutschen Wohnungsbaus vorbei. Denn während in den Ballungsräumen Bauland knapp ist, stehen in weiten Teilen Ostdeutschlands vor allem hohe Baukosten und schwierige Finanzierungsbedingungen neuen Wohnungsbauprojekten im Weg. BIVO-Hauptgeschäftsführer Dr. Robert Momberg erklärt:

Infrastrukturkostenumlage: Bauen darf nicht noch teurer werden

(03.11.2026) Der Verband Wohneigentum unterstützt das Ziel des Wissenschaftlichen Beirats beim Bundeswirtschaftsministerium, mehr Bauland auszuweisen und zusätzlichen Wohnraum zu schaffen. Die vorgeschlagene erweiterte Infrastrukturkostenumlage sowie einen Planungswertausgleich sieht der Verband dagegen kritisch. „Wer den Wohnungsmangel beheben will, darf Bauvorhaben nicht teurer machen“, erklärt Verbandspräsident Peter Wegner.

Deutscher Holzbaupreis 2027 ausgelobt

Einreichungsschluss ist der 17. Januar 2027

(03.11.2026) Unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen lobt Holzbau Deutschland – Bund Deutscher Zimmermeister im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes den Deutschen Holzbaupreis 2027 aus. In Zusammenarbeit mit weiteren Branchenpartnern der deutschen Holz- und Forstwirtschaft sowie den Holzbau Deutschland Leitungspartnern wird der Deutsche Holzbaupreis im Namen des INFORMATIONSDIENST HOLZ vergeben.

Herbstlaub als Unfallgefahr: Wer muss wie oft kehren?

(02.11.2026) Feuchtes und rutschiges Herbstlaub stellt eine erhebliche Gefahr für Fußgänger und Radfahrer dar. Im Hernst kommt es dadurch häufig zu Unfällen und Stürzen mit Verletzungen. Vor Gericht werden immer wieder hohe Schadensersatzforderungen geltend gemacht. Für das Laubkehren gibt es Regeln, die oft mit denen für das Schneeräumen verglichen werden. Allerdings bestehen erhebliche Unterschiede. Die Gerichte stellen nämlich bei den bunten Blättern im Herbst deutlich höhere Anforderungen an die Eigenverantwortung von Passanten. Der einfache Grund: Im Herbst fällt nun einmal das Herbstlaub – und zwar immer und fast überall. Daher müssen sich Passanten auf die Rutschgefahr einstellen.

SoVD-Umfrage zur Miete: Hohe Wohnkosten zwingen Mehrheit zum Verzicht

(30.10.2026) Hohe Wohnkosten setzen immer mehr Menschen finanziell unter Druck. Das zeigt eine aktuelle Civey-Umfrage im Auftrag des SoVD. Mehr als die Hälfte der befragten Mieterinnen und Mieter müssen sich in anderen Lebensbereichen finanziell stark einschränken, um Miete und Nebenkosten bezahlen zu können. Rund 20 Prozent müssen sich sogar sehr stark einschränken. Besonders betroffen sind jüngere Menschen.

Wohnungseigentümerinnen und -eigentümer gefragt: Muss sich im WEG etwas ändern?

(30.10.2026) Im Vorfeld der für 2027 geplanten Evaluation des Wohnungseigentumsgesetzes (WEG) sind jetzt die Erfahrungen von Wohnungseigentümerinnen und -eigentümern gefragt. Eine aktuelle Online-Befragung bietet die Möglichkeit, konkrete Probleme aus der Praxis zu benennen und Verbesserungsvorschläge einzubringen. Die Ergebnisse fließen in die Prüfung des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) ein, ob und an welchen Stellen das 2020 reformierte WEG weiterentwickelt werden muss.

Brücken bauen statt Gräben vertiefen: Bauindustrie fordert Pragmatismus im neuen Abgeordnetenhaus

(30.10.2026) Anlässlich der gestrigen konstituierenden Sitzung des neu gewählten Berliner Abgeordnetenhauses fordert der Bauindustrieverband Ost e. V. (BIVO) eine sachorientierte Politik über Parteigrenzen hinweg. Angesichts der Herausforderungen im Wohnungsbau, bei der Modernisierung der Infrastruktur und der Beschleunigung von Genehmigungsverfahren braucht Berlin klare Prioritäten und investitionsfreundliche Rahmenbedingungen statt ideologischer Debatten. BIVO-Hauptgeschäftsführer Dr. Robert Momberg erklärt:

Gebäudetyp E: Vereinfachung darf nicht zu Haftungsrisiken für das Handwerk führen

(30.10.2026) Der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) begrüßt das Ziel der Bundesregierung, mit dem neuen Gebäudetyp E das Bauen in Deutschland einfacher und kostengünstiger zu machen. Der jetzt vorgelegte Referentenentwurf geht aus Sicht des Verbandes grundsätzlich in die richtige Richtung. Allerdings muss der Gesetzgeber sicherstellen, dass die vorgesehenen Erleichterungen nicht zu neuen Haftungsrisiken für die ausführenden Handwerksbetriebe führen.

Jeder Fünfte fragt bei der Nebenkostenabrechnung die KI

(30.10.2026) Warum steigen die Heizkosten? Stimmt die Abrechnung? Und welche Kosten dürfen überhaupt auf Mieter umgelegt werden? Um ihre Nebenkostenabrechnung zu verstehen, nutzt mehr als ein Fünftel der Mieterinnen und Mieter (22 Prozent) nach eigener Aussage Künstliche Intelligenz. 63 Prozent finden zudem, dass eine digitale Nebenkostenabrechnung einen KI-Chatbot enthalten sollte, der Fragen zur Abrechnung beantwortet. Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter mehr als 1.000 Personen in Deutschland, darunter 466 Menschen, die zur Miete wohnen.

Bundesregierung will Baukosten senken

Mieterbund begrüßt Vorschlag für „Gebäudetyp E“ und fordert Nachbesserungen

(29.10.2026) Der Deutsche Mieterbund begrüßt die Bestrebungen der Bundesregierung ausdrücklich, mit dem gestern vorgelegten Gesetzesentwurf für einen „Gebäudetyp E“ nachhaltig und effektiv Baukosten zu sparen. Der vorgelegte Entwurf muss aber noch nachgebessert werden, damit Mieterinnen und Mieter auch von gesenkten Baukosten profitieren: „Der Gebäudetyp E ist eine Chance für mehr bezahlbaren Wohnraum, da die hohen Baukosten ein wesentlicher Treiber für die Probleme am Wohnungsmarkt sind. Seit Jahren wird zu wenig gebaut, es fehlt insbesondere an bezahlbaren Mietwohnungen. Für Mieterinnen und Mietern ist besonders wichtig, dass die Kosteneinsparungen durch niedrigere Baustandards auch an sie weitergeben werden, damit Mieten tatsächlich sinken. Wir setzen darauf, dass der vorlegte Gesetzesentwurf an dieser Stelle nachgebessert wird“, erklärt die Präsidentin des Deutschen Mieterbundes, Melanie Weber-Moritz.

15 elementare Rechte, die jeder Wohnungseigentümer kennen sollte

(29.10.2026) Für Wohnungseigentümergemeinschaften gibt es besondere Regeln, niedergelegt im Wohnungseigentumsgesetz (WEG). Dieses wurde vor einigen Jahren reformiert. Dabei wurden auch neue Rechte für die Eigentümer eingeführt. So haben diese etwa Anspruch auf bestimmte bauliche Veränderungen. Viele Eigentümer kennen ihre Rechte nicht, was bei Streitigkeiten mit der Verwaltung oder anderen Eigentümern für Nachteile sorgen kann. Hier haben wir die wichtigsten Rechte von Wohnungseigentümern zusammengestellt.

Gebäudetyp E: Bundesarchitektenkammer unterstützt den Gesetzentwurf für einfacheres Bauen

(27.10.2026) Die Bundesarchitektenkammer (BAK) begrüßt den gestern veröffentlichten Gesetzentwurf zum Gebäudetyp E. Die Einführung eines eigenständigen Vertragstypus „Gebäudetyp E“ mit Basisstandards ist ein wichtiger und richtiger Schritt, um einfacheres, wirtschaftlicheres und ressourcenschonendes Bauen zu ermöglichen. Damit steht für alle Gebäudetypen ein sicherer Rechtsrahmen für bezahlbares und innovatives Bauen zur Verfügung.

Gebäudetyp E: Ohne Rechtssicherheit für Vermieter kein günstigeres Bauen

(27.10.2026) Der Spitzenverband der Wohnungswirtschaft GdW bewertet den Referentenentwurf zum Gebäudetyp E als enttäuschend und unzureichend. Nach einem langwierigen Prozess, in dem sich die zuständigen Ministerien lange nicht auf einen tragfähigen Weg verständigen konnten, fehlt weiterhin die entscheidende Voraussetzung für die praktische Anwendung im Mietwohnungsbau.

© Rechtsanwalt Henry Euba
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